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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

In einem Kinosaal stehen 4 Personen und halten symbolische Schecks.Die Kinos in Grünberg und Lich sind wesentliche Standortfaktoren für das kulturelle Leben auf dem Land. Es wäre ein Verlust für die Städte, wenn sie den Betrieb aufgeben müssten. Allerdings gehen die Besucherzahlen weiter zurück, der Konkurrenzdruck durch Multiplex-Kinos in Gießen und Nidda sowie durch Internet-Streamingdienste wächst, die Ansprüche des Publikums verändern sich. Dies erfuhr Landrätin Anita Schneider beim Besuch im Kino Grünberg, wo Betreiberin Edith Weber und die Betreiber des „Traumstern“ in Lich die Landrätin willkommen hießen.

 

Anlass war die Übergabe des Förderpreises „Kinokultur auf dem Lande“, den der Landkreis Gießen vor einigen Jahren ins Leben rief. „Diese Förderung ist als ein deutliches Symbol des Kreistages zu verstehen. Diese soll verdeutlichen, dass solche Kulturangebote die Attraktivität des ländlichen Raumes stärken und die Menschen dazu aufrufen, diese Angebote auch zu nutzen“, sagte die Landrätin. Beide Kinos bieten neben Filmvorführungen auch besondere, kulturelle Angebote für spezielle Zielgruppen. „Sie schaffen es, niveauvolle Unterhaltung mit gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit zu verbinden“, unterstrich Anita Schneider.


Um die Zukunft dieser Angebote zu stärken, überreichte Anita Schneider symbolische Schecks über insgesamt 6120 Euro. Über 4080 Euro freuen sich Hans Gsänger und Edgar Langer vom „Traumstern“ in Lich, während das Kino in Grünberg mit 2040 Euro gefördert wird. Die Betreiber sind sich einig: „Wir brauchen dieses Zeichen des Kreistages dringend, um handlungsfähig zu bleiben.“ Denn allein von Eintrittsgeldern könnte das vielfältige Programm neben den Filmen – dazu gehören zum Beispiel Lesungen, Gesprächsrunden mit Filmemachern, Open-Air-Kino, Senioren- oder Schülervorstellungen – nicht auf die Beine gestellt werden.


Das Kino in Grünberg verzeichnet für 2017 etwa 22.700 Besucher, was gut 750 weniger als im Vorjahr sind. Am besten laufen hier nach wie vor Familienfilme, berichtete Edith Weber. Sie hat den Vorteil, dass in Grünberg zwei Leinwände bespielt werden können und so zeitgleich zwei Zielgruppen angesprochen werden. Ihre Berufsgenossen aus Lich, die nur eine Leinwand haben, müssen sich sehr gründlich überlegen, auf welchen Film sie setzen, um Erfolg bei den Kinobesuchern zu haben. Ebenso sei es wichtig, Verhaltensänderungen bei den Besuchern wahrzunehmen. Deswegen haben Hans Gsänger und Edgar Langer im „Traumstern“ einiges geändert, um auf die veränderten Wünsche des Publikums einzugehen. So verändern sich die Spielzeiten, aber auch die Laufzeiten der Filme. Es habe sich gezeigt, dass es durchaus erfolgreich ist, einen Film zeitlich kürzer zu spielen und dafür öfter im Jahr anzubieten.

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