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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Ein Kind im Rollstuhl lacht.Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Behinderungen können im Rahmen der Eingliederungshilfe unterschiedliche Leistungen zur Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Teilhabechancen erhalten. Dabei ist die kommunale Eingliederungshilfe im Rahmen des zwölften Sozialgesetzbuchs sowohl für Antragsteller aus dem Landkreis Gießen als auch der Stadt Gießen zuständig.

 

Die unterschiedlichen Leistungen können entweder als (trägerübergreifendes) persönliches Budget, durch andere Leistungsträger oder durch geeignete Rehabilitationsdienste und -einrichtungen ausgeführt werden:

 

 

Von der Geburt bis zum Schuleintritt

Eltern von Kindern mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung haben die Möglichkeit im Rahmen der Betreuung in Kindertageseinrichtungen einen Antrag auf Gewährung einer Maßnahmenpauschale für einen Integrationsplatz zu stellen. Ziel dieser Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine vorhandene Behinderung zu beseitigen oder zu mildern.

Leistungen der Eingliederungshilfe umfassen in dieser Entwicklungsphase auch Maßnahmen der Frühförderung. Durch Frühförderungsleistungen sollen spezifische Benachteiligungen von Kleinkindern bis zum Schuleintritt behoben und den Eltern Kompetenzen zum förderlichen Umgang mit den speziellen Erfordernissen ihrer Kinder gegeben werden. Die Frühförderung ist im Regelfall interdisziplinär ausgerichtet und berücksichtigt dabei alle Fachdisziplinen.

 

 

In der Schule oder in Ausbildung

Leistungsberechtigte Kinder und Jugendliche mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung können Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung erhalten. Die Eingliederungshilfe unterstützt dabei das Ziel einer inklusiven Schule mit freien Zugängen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Regelschulen.

In diesem Rahmen können erforderliche und geeignete Maßnahmen eingesetzt werden, um den Kindern- und Jugendlichen mit Behinderungen eine im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht üblicherweise erreichbare Bildung zu ermöglichen. Dies kann etwa durch sogenannte Schulbegleiter stattfinden, die die individuelle Betreuung und Versorgung der betreffenden Schüler/innen über den pädagogischen und erzieherischen Auftrag des Schulpersonals hinaus unterstützen.

Gleichsam können Hilfen zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf und Hilfe zur Ausbildung für eine angemessene Tätigkeit bereitgestellt werden, wenn wegen Art und Schwere der Behinderung die Ausbildung unterbleibt (soweit nicht die Arbeitsverwaltungen nach SGB II und SGB III zuständig sind).

 

Sonstige Leistungen zur Teilhabe

Sonstige Leistungen der Eingliederungshilfe stehen als Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in Form von Behandlungen, Therapien, Heil- und Hilfsmitteln zur Verfügung. Diese Leistungen können vom Landkreis Gießen aber nur gewährt werden, wenn die gesetzlichen Krankenkassen nicht zuständig sind.

 

 

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