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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Gruppenbild von der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen THM und Landkreis.Die Technische Hochschule Mittelhessen und der Landkreis Gießen wollen als Partner die regionale Infrastruktur der Rettungsdienste weiterentwickeln. Die künftige Zusammenarbeit auf diesem Gebiet regelt ein Vertrag, den Hochschule und Landkreis jetzt abgeschlossen haben.

 

Als Kooperationsfelder nennt die Vereinbarung unter anderem gemeinsame Forschungsprojekte sowie die Erweiterung der Forschungsbereiche Rettungsdienste, Zentrale Leitstelle und Katastrophenschutz. Hauptakteur der Zusammenarbeit auf Seiten der THM ist der Fachbereich Gesundheit, der mit seinen Studiengängen und Forschungsschwerpunkten vielerlei Kompetenzen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens vereint.

 

Zu den Leistungen, die der Fachbereich dem Landkreis bietet, gehören zum Beispiel Verbesserungen bei Einrichtungen und Maßnahmen der Ersten Hilfe. Beim Management der Einsatzdaten, der Teamressourcen und beim Konzept der prähospitalen Notfallversorgung will sich die THM unterstützend einbringen. Ihre Expertise soll künftig auch dem Qualitätsmanagement der Rettungsdienste und der Zentralen Leitstelle zugutekommen.

 

Im Gegenzug erhalten ausgewählte Studierende die Möglichkeit, in Organisationseinheiten des Landkreises praxisorientierte Phasen ihrer akademischen Ausbildung zu absolvieren. Der Kreisausschuss sagt der THM darüber hinaus seine Unterstützung bei der Einrichtung eines Simulations- und Forschungszentrums sowie beim Betrieb eines Simulationsrettungswagens zu.

 

„In Zusammenarbeit mit der THM können wir frühzeitig Zukunftsfragen im Rettungsdienst adressieren. Durch das Know-how der Hochschule zur Organisation der medizinischen Versorgung kann die Notfallversorgung der Menschen im Landkreis noch effizienter werden“, sagte Landrätin Anita Schneider bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. „Als Träger des Rettungsdienstes muss der Landkreis Gießen die Notfallversorgung der Menschen im Kreis sicherstellen - 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Dabei stehen wir – beispielsweise durch stetig steigende Einsatzzahlen und die schwierigere Behandlung von Patienten mit Vorerkrankungen – vor immer neuen Herausforderungen, denen wir nur begegnen können, indem wir die Strukturen im Rettungsdienst kontinuierlich weiterentwickeln.“

 

„Die THM hat den Anspruch, in partnerschaftlichen Verbünden zur strukturellen Weiterentwicklung der Region beizutragen. Zugleich ist die vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Landkreis Gießen eine Initiative, die den Praxisbezug von Lehre und Forschung an unserem Fachbereich Gesundheit weiter steigern wird“, erläuterte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems beim Vertragsabschluss.